Eine Broschüre gestalten – Was man beachten sollte

Das Zusammenspiel aus Offline- und Online-Werbung macht’s heutzutage. Dabei eignen sich gedruckte Broschüren für viele verschiedene Bereiche und Branchen: ob als Produktkatalog, Geschäftsbericht eines Unternehmens, die Uni-Zeitung oder eine Doktorarbeit. Auch Speisekarten der Gastronomie können in Broschüren-Form gefertigt werden. Ganze 8 bis 400 Seiten sind möglich. Auf diese Dinge sollten Sie bei der Erstellung einer Broschüre bzw. eines Magazins achten.

Das fertige Druckprodukt ist immer nur so gut wie die Druckvorlage

Die Druckvorlage ist essenziell für Text, Layout und Farbe im Druck. Ein zufriedenstellendes Druckprodukt setzt jedoch auch eine korrekt formatierte Druckvorlage voraus.

Programm für Satz und Layout

Um die Druckvorlage für Ihre Broschüre zu erstellen, sollte eine professionelle DTP-Software verwendet werden. Die bekannten, führenden DTP (Desktop-Publishing) Programme sind:

  • Adobe InDesign: ein hochwertiges Programm, das allerdings kostenpflichtig ist.
  • Scribus als kostenlose Alternative, das ebenfalls viele der Tools beinhaltet.

Bei DTP-Software wird, um Satz und Layout zu erstellen, mit Text- und Bildrahmen gearbeitet. Ein solches Layout erfordert eine strategische Vorgehensweise. Erstellen Sie zunächst eine Skizze mit den einzelnen Elementen auf einem Blatt Papier, anschließend können Sie das Layout digital umsetzen.

Das passende Format

Für verschiedene Zwecke sind unterschiedliche Formate empfehlenswert. Bei Büchern und Broschüren wird direkt zu Beginn ein doppelseitiges Dokument angelegt. In Absprache mit der Druckerei lassen sich auch (Sonder-)Formate – wie Karten, Briefe oder mehrseitige Faltblätter– anfertigen. Beliebt sind vor allem Papierformate nach DIN. Die Druckerei gibt Ihnen Hinweise und Informationen zum Anlegen des jeweiligen Dokuments.

Ränder und Satzspiegel

Hierbei geht es um die Gestaltung der Seiten und die Nutzfläche. Text und Bild sollten in jedem Fall ausreichend Platz zum Druckrand bieten und nicht in die „Gefahrenzone“ fallen. Empfehlenswert ist es daher, die nicht genutzte Fläche, also die Seitenränder, großzügig zu halten. Das verleiht einem kurzen Text oder einem Bild zudem mehr Aufmerksamkeit. Vorgegebene Abstände der Druckerei sollten Sie unbedingt einhalten. Anders verhält es sich bei „randabfallenden“ Druck-Vorhaben oder Beschnittzugaben bei Bildsetzungen, die über den Druckrand hinausgehen sollen.

Quelle:https://www.pexels.com/de-de/foto/zwei-imacs-mit-tastatur-und-telefonen-auf-dem-schreibtisch-326503/

PDF als Druckvorlage

Systemunabhängig und nicht mehr wegzudenken: PDFs. Das Format PDF (Portable Documenrmt Foat) ist unabhängig von Betriebssystemen, Programmen und Rechnern. Dadurch sehen Dokumente in PDF-Format auf jeder Plattform identisch aus und werden von Druckereien bevorzugt. Wichtig: Um Probleme bezüglich der Schriftart zu vermeiden, sollten Sie diese für die Druckerei immer „einbetten“.

Die richtige Farbe & Auflösung

Professionelle DTP-Programme legen Daten automatisch im CMYK-Farbraum an, der für die Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und die Schlüsselfarbe Key (Schwarz) steht. HKS- und Pantone-Töne hingegen bauen auf Farbfächern auf und manifestieren die Nuancen mit einer Nummerierung der Farben. Das HKS-Farbsystem wird speziell für die grafische Industrie eingesetzt, für den Textil- und Architekturbereich ist Pantone geeigneter.

Bei technischen Prozessen kann es zu Farbabweichungen kommen – das ist vor allem bei Bildern der Normalfall. PDFs sollten für ein realistisches Einschätzen des Endergebnisses mit dem CMYK-Farbraum sauber erzeugt werden. Ein gutes Druckergebnis wird bei Bildern mit einer Auflösung von etwa 300 DPI (Dots Per Inch) erzielt, DPI steht für die die Dichte der Bildpunkte auf einem Zoll.

Das richtige Konzept für die Broschüre entwickeln

Um ein stimmiges Konzept zu entwickeln und die Professionalität Ihrer Arbeit zu unterstreichen sollten Sie sich primär folgende zwei Fragen stellen:

  • Wer soll die Broschüre lesen?
  • Was möchte ich mit dem Magazin erreichen?

Hinsichtlich des Inhaltes lohnt es sich, jede Seite vorab grob zu planen, darunter: Impressum, Vorwort und die Inhalte für verschiedene Seiten.

Wiedererkennung erreichen

Der Wiedererkennungswert ist essenziell für ein erfolgreiches Branding oder eine erfolgreiche Werbung. Schließlich weckt das beim Leser sofort eine Vertrautheit und Sicherheit, ein rundes Konzept wirkt zudem seriös.

Simple Logos und wiederkehrende Werbeslogans prägen sich bei den Menschen schnell ein. Damit Ihr Magazin wiedererkannt wird, sollten Sie:

  1. gleiche Schriften,
  2. gleiche Gestaltungselemente,
  3. gleiche Farben,
  4. gleiche Formen und
  5. gleiche Bildstile

verwenden und das CD (Corporate Design), das einheitliche Erscheinungsbild Ihres Unternehmens, beibehalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.